Übersichtsarbeit

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Anwendungsspektrum der Triple LDM® Technologie in dermatologischen und ästhetischen Kliniken: Ergebnisse einer Umfrage

Range of applications for Triple LDM® technology in dermatological and aesthetic clinics: results of a survey

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Keywords

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Schlüsselworte

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Summary

Background: Multifrequency, very high-frequency ultrasound technology in the form of Triple-LDM® waves is increasingly being used in dermatology and aesthetic medicine. Despite numerous preclinical and clinical studies on the effectiveness of this technology, it has been unclear how widely it is actually used in everyday clinical practice and how satisfied users are with the treatment results. Methods: A standardized survey was conducted among 40 dermatological-aesthetic clinics that work with Triple-LDM® technology. The clinics rated the frequency of use of 19 defined treatment indications on a six-point scale. In addition, 12 clinics provided an assessment of physician satisfaction with the results for the respective indications performed. The evaluation was descriptive and correlative. Results: Of a total of 19 treatment indications surveyed, an average of 9 indications were used frequently or very frequently per clinic, while about 6 indications were not used. Overall, an average of 13 different indications per clinic were used in practice. Triple-LDM® technology was used particularly frequently for dermatological conditions (including acne, rosacea, and eczema), for regenerative applications after aesthetic plastic surgery, and for the treatment of edema, hematomas, and complications after aggressive aesthetic procedures. 56.5% of the indications evaluated showed a satisfaction rate of over 75%, and 17.4% even exceeded 90%. There were clear positive correlations between application frequency and satisfaction with results in several indication groups. Conclusion: The results of the survey show that Triple-LDM® technology is used in dermatological-aesthetic clinics for a wide range of indications and achieves high to very high physician satisfaction with the results. The technology is therefore a versatile and effective regenerative treatment method whose clinical potential is already being fully exploited in practice.

Zusammenfassung

Hintergrund: Die multifrequente, sehr hochfrequente Ultraschalltechnologie in Form der Triple-LDM®-Wellen findet zunehmend Anwendung in der Dermatologie und ästhetischen Medizin. Trotz zahlreicher präklinischer und klinischer Studien zur Wirksamkeit dieser Technologie war bislang unklar, wie breit sie im klinischen Alltag tatsächlich eingesetzt wird und wie hoch die Zufriedenheit der Anwender mit den Behandlungsergebnissen ist. Methoden: Es wurde eine standardisierte Umfrage unter 40 dermatologisch-ästhetischen Kliniken durchgeführt, die mit der Triple-LDM®-Technologie arbeiten. Die Kliniken bewerteten die Anwendungsfrequenz von 19 definierten Behandlungsindikationen anhand einer sechsstufigen Skala. Zusätzlich gaben 12 Kliniken eine Einschätzung der ärztlichen Ergebniszufriedenheit für die jeweils durchgeführten Indikationen ab. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und korrelativ. Ergebnisse: Von insgesamt 19 abgefragten Behandlungsindikationen wurden pro Klinik durchschnittlich 9 Indikationen häufig oder sehr häufig angewendet, während etwa 6 Indikationen nicht genutzt wurden. Insgesamt fanden im Mittel 13 unterschiedliche Indikationen pro Klinik praktische Anwendung. Besonders häufig eingesetzt wurde die Triple-LDM®-Technologie bei dermatologischen Erkrankungen (u. a. Akne, Rosazea, Ekzeme), bei regenerativen Anwendungen nach ästhetisch-plastischen Eingriffen sowie bei der Behandlung von Ödemen, Hämatomen und Komplikationen nach aggressiven ästhetischen Verfahren. 56,5 % der bewerteten Indikationen zeigten eine Ergebniszufriedenheit von über 75 %, und 17,4 % sogar über 90 %. Zwischen Anwendungsfrequenz und Ergebniszufriedenheit bestanden in mehreren Indikationsgruppen deutliche positive Korrelationen. Fazit: Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass die Triple-LDM®-Technologie in dermatologisch-ästhetischen Kliniken für ein breites Spektrum von Indikationen eingesetzt wird und dabei eine hohe bis sehr hohe ärztliche Ergebniszufriedenheit erzielt. Die Technologie stellt somit ein vielseitiges und effektives regeneratives Behandlungsverfahren dar, dessen klinisches Potenzial in der Praxis bereits umfassend genutzt wird.


Irina G. Chervinskaya1, Nataliia V. Gaidash2, Ilja L. Kruglikov3

 

1 Clinic DK Forma, St Petersburg, Russian Federation; 2Clinic TriActive, Moscow, Russian Federation; 3 Wellcomet GmbH, Bruchsal, Germany

 

Einführung

Der multifrequente, sehr hochfrequente Ultraschall (US) in Form einer quasi-simultanen Anwendung von mehreren Ultraschall-Frequenzen, auch genannt LDM® Wellen, findet zurzeit weltweit eine große und vielseitige Anwendung in der Dermatologie und in der ästhetischen Medizin [1-3]. Die LDM® (Lokale Dynamische Mikromassage) Technologie wurde von der Firma Wellcomet GmbH (Bruchsal, Deutschland) entwickelt. Während die ersten Geräte mit dualen LDM® Wellen (zwei schnell wechselnde Ultraschallfrequenzen) ausgestattet waren, besitzen Geräte der neuen Generation die triple LDM® Wellen, bei denen drei Frequenzen miteinander kombiniert werden.

 

Während die triple Ultraschall-Technologie in verschiedenen Frequenzkombinationen existieren kann, haben Ultraschallwellen mit Frequenzen 1/3/10 MHz und 3/10/19 MHz die breiteste Anwendung in der Praxis gefunden. Die Eindringtiefe der US-Wellen in den Körper ist stark frequenzabhängig – je höher die US-Frequenz, desto oberflächlicher wird die US-Energie im Körper absorbiert. Die Halbwertstiefe (die Strecke, nach der sich die Schallintensität auf 50% ihres Ursprungswertes reduziert) beträgt bei der US-Frequenz von 3 MHz ca. 10 mm, bei 10 MHz ca. 3 mm, und bei 19 MHz weniger als 1,5 mm. Das erlaubt, die Wirktiefe der eingesetzten LDM® Welle über die Gewichtung ihrer einzelnen Frequenzen zu bestimmen.

 

Abb. 1 zeigt die Zusammensetzung einer triple LDM® Welle mit Frequenzen 3/10/19 MHz. In solchen multifrequenten US-Wellen wird innerhalb von wenigen Millisekunden zwischen den einzelnen Frequenzen umgeschaltet, was zur Bildung von speziellen Temperatur- und Druckfeldern im behandelten Gewebe führt. Da weder Zellen noch Gewebsstrukturen innerhalb einer solch kurzen Zeit auf einzelne US-Wellen reagieren können, wird die Wirkung jeder einzelnen Frequenz in einer LDM® Welle überlagert, was die Zellen zwingt, simultan auf alle US-Frequenzen zu reagieren, und so einen neuen physiologischen Effekt hervorruft. Dabei zeigen Wellen mit höheren US-Frequenzen eine deutlich stärkere anti-entzündliche und anti-hyperproliferative Wirkung als die Wellen mit niedrigeren Frequenzen.

Abb. 1: Zusammensetzung einer Triple LDM® Welle mit Frequenzen 3/10/19 MHz (Copyright® bei Wellcomet GmbH).

Hunderte präklinische Untersuchungen in vitro, dutzende durchgeführte klinische Studien und tausende Fallberichte demonstrierten die Effektivität dieser Methode bei verschiedenen ästhetischen (u.a. bei Anti-Aging, Skin Tightening, Cellulite, Injektionslipolyse), dermatologischen (u.a. bei Akne, Rosazea, Ekzem, atopischer Dermatitis, hypertrophen und atrophischen Narben, und sogar bei Hidrodenitis suppurativa sowie bei lichenoiden Keratosen) und chirurgischen Anwendungen (bei akuten und chronischen Wunden, prä- und post-operativer Behandlung von Patienten, nach Hauttransplantationen, bei postoperativen Ödemen und Hämatomen, sowie bei post-operativen Schmerzbehandlungen) [4-15]. Die Anwendung der triple LDM® Technologie zeigt nicht nur eine schnelle und effektive Hautbildverbesserung bei verschiedenen pathologischen Hautzuständen, sondern demonstriert auch eine erstaunlich langfristige Wirkung, was in verschiedenen Studien mit Follow-up Kontrollen über 12 Monate unter Anwendung der Sonoelastographie gezeigt wurde [14,15]. Darüber hinaus wurden LDM® Wellen bereits sehr effektiv zur Korrektur von Nebenwirkungen nach verschiedenen Filler-Injektionen sowie nach Anwendung zahlreicher aggressiver Behandlungsmethoden (wie z.B. HIFU, RF-Microneedling, IPL/Laser und Kryolipolyse) eingesetzt. Eine Übersicht der Behandlungsergebnisse bei Patienten mit Schmerzen verschiedener Ätiologie wurde in [16] zusammengefasst.

 

Solch ein breites Spektrum von effektiven Anwendungen der triple LDM® Technologie basiert auf der Entdeckung der Rolle des Signalproteins Caveolin-1 (CAV1) [3,17-21] und des dermalen Fettgewebes (dWAT) [22-25] in den Pathophysiologien verschiedener Hauterkrankungen sowie der Hautalterung. Weil das CAV1 auch als Target zur Behandlung von diesen Pathologien eingesetzt wird [21,26,27] und seine Expression in beide Richtungen (je nach angewendeten Parametern) durch LDM® Technologie geändert werden kann, wird diese Technologie bei einem breiten Spektrum der klinischen Indikationen eingesetzt.

 

Bislang wurde jedoch noch nicht untersucht, wie breit gefächert diese Technologie in dermatologischen und ästhetischen Kliniken praktisch angewendet wird. Hier werden die Ergebnisse einer Umfrage bei dermatologisch-ästhetischen Kliniken präsentiert, die diese Frage beantworten sollte.

 

Materialen und Methoden

Die Umfrage wurde bei 40 dermatologisch-ästhetischen Kliniken in Russland durchgeführt, welche mit einer triple LDM® Technologie arbeiten. Die Befragten sollten die Anwendungsfrequenz verschiedener Behandlungsindikationen (BIs), welche mit dieser Technologie in ihrer Klinik behandelt wurden, nach einer 6-stufigen Skala bewerten (5 – sehr oft; 4 – oft; 3 – nicht so oft; 2 – gelegentlich; 1 – selten; 0 – nie). Um feststellen zu können, ob die Frequenz einzelner Anwendungen mit der Zufriedenheit der Ärzte korreliert, wurden 12 von 40 Kliniken zusätzlich gebeten, die Frage zu beantworten, wie zufrieden die Ärzte mit Behandlungsergebnissen der in den jeweiligen Kliniken durchgeführten Behandlungen waren. Diese Ergebniszufriedenheit (EZ) wurde nach einer 6-stufigen Skala (5 – sehr zufrieden; 4 – zufrieden; 3 – allgemein zufrieden mit einigen Ausnahmen; 2 – wenig zufrieden; 1 –unzufrieden; 0 – keine Bewertung, weil solche Behandlungen nicht durchgeführt wurden) bewertet. Bei der Auswertung der Umfrage wurde nicht unterschieden, ob die teilnehmenden Kliniken eine eigene Abteilung für ästhetisch-plastische Chirurgie haben.

Insgesamt wurden folgende 19 BIs von Kliniken bewertet: BI1 – Akne, BI2 – Rosazea, BI3 – Ekzem / chronische Dermatosen, BI4 – Komplikationen nach Anwendung von Fillern, BI5 – Komplikationen nach Anwendung der aggressiven Behandlungsmethoden, BI6 Vorbehandlung bei Injektionsmethoden, BI7 – Vorbehandlung bei aggressiven ästhetischen Behandlungsmethoden, BI8 – Vorbehandlung bei chirurgischen Eingriffen, BI9 – Regeneration nach ästhetisch-plastischen Operationen, BI10 – Vorbeugung der Narbenbildung, BI11 – Hypertrophe Narben, BI12 – Atrophische Narben, BI13 – Keloide, BI14 – Hämatom, BI15 – Ödem, BI16 – Brandwunden, BI17 – Chronische Wunden (diabetischer Fuß / Ulcus cruris venosum / Dekubitus), BI18 – Anti-Aging / Skin Tightening, BI19 – Cellulite.

Abb. 2: Zusammenfassung der Umfrageergebnisse von 40 Kliniken nach Anwendungsfrequenz der von ihnen verwendeten BIs (von insgesamt 19) aus der Tabelle 1: dunkelblau – sehr oft; orange – oft; dunkelgrün – nicht so oft; hellblau – gelegentlich; violett – selten; hellgrün – nie.

Ergebnisse

Die Umfrageergebnisse bezüglich der Anwendungsfrequenz der BIs sind in der Tabelle 1 sowie in der Abb. 1 zusammengefasst.

 

Eine durchschnittliche Anzahl von BIs pro Klinik, kategorisiert nach ihrer Anwendungsfrequenz, ist in der Tabelle 2 zusammengefasst.

 

Von insgesamt 19 BIs benutzte jede Klinik im Durchschnitt 8,975 verschiedene BIs aus der Tabelle 1 oft (4) oder sehr oft (5). Lediglich 5,9 BIs wurden pro Klinik nicht verwendet. Damit wurden durchschnittlich 13 verschiedene BIs pro Klinik praktisch angewandt.

 

Um die Behandlungseffektivität der triple LDM® Technologie bei verschiedenen BIs genauer einzuschätzen, wurde die Anwendungsgruppe „Ekzeme/Chronische Dermatosen“ zusätzlich in zwei Untergruppen „Periorale Dermatitis“ und „Chronische Dermatosen“ aufgeteilt. Die Anwendungsgruppe „Komplikationen nach Anwendung von Fillern“ wurde in vier Untergruppen „HA-Filler“, „PLA-Filler“, „CaHA-Filler“ sowie „Präparate unklarer Ätiologie“ aufgeteilt. Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragung von 12 Kliniken sind in der Tabelle 3 sowie in der Abb. 2 zusammengefasst.

 

Insgesamt wurden 100% von BIs mit EZs über 50%, 82,6% mit EZs über 66,67%, 56,5% mit EZs über 75%, und 17,4% mit EZs über 90% bewertet.

 

Diskussion

Folgende Anwendungen wurden bei mehr als 50% von allen befragten Kliniken sehr oft oder oft verwendet: BI1 „Akne“ – 65% (EZ – 72,73%), BI2 „Rosazea“ – 75% (EZ – 81,82%), BI3 „Ekzeme/chronische Dermatosen“ – 52,5% (EZ – 80,00%¸91,67%), BI5 „Komplikationen nach Anwendung von aggressiven Behandlungsmethoden“ – 65% (EZ – 100%), BI7 „Vorbehandlung bei aggressiven ästhetischen Behandlungsmethoden“ – 50% (EZ – 75%), BI9 „Regeneration nach ästhetisch-plastischen Operationen“ – 80% (EZ – 100%), BI14 „Hämatom“ – 60% (EZ – 83,33%), BI15 „Ödem“ – 80% (EZ – 91,67%), BI18 „Anti-Aging / Skin Tightening“ – 65% (EZ – 66,67%). Das bedeutet, dass die meist benutzten BIs sich auf die dermatologischen Indikationen (wie Akne, Rosazea, Ekzeme/chronische Dermatosen), klassische ästhetische Indikationen (Anti-Aging, Skin Tightening), Korrekturen der Nebenwirkungen nach Anwendung von aggressiven ästhetischen Behandlungsmethoden, sowie auf die regenerativen Behandlungen nach ästhetisch-plastischen Eingriffen beziehen. Alle diese BIs haben hohe EZs von über 66,67% von befragten Ärzten bekommen.

Es gab eine starke Korrelation zwischen den Anwendungsfrequenz der BI1 „Akne“ und BI2 „Rosazea“ mit einem Korrelationskoeffizient (r = 0,952) und zwischen BI1 „Akne“ und BI3 „Ekzem/chronische Dermatosen“ (r = 0,966). Das bedeutet, dass die Kliniken, die oft mit einer von diesen Indikationen gearbeitet haben, auch andere BIs aus dieser Indikationsgruppe oft einsetzten. Eine ähnlich starke Korrelation (r = 0,979) gab es zwischen BI18 „Anti-Aging / Skin Tightening“ und BI5 „Komplikationen nach Anwendung von aggressiven Behandlungsmethoden“. Ähnliche Korrelationen wurden auch im BI-Block „ästhetisch-plastische Operationen“ festgestellt: Korrelationskoeffizient zwischen BI7 „Vorbehandlung bei aggressiven ästhetischen Behandlungen“ und BI8 „Vorbehandlung bei chirurgischen Eingriffen“ betrug 0,860; zwischen BI9 „Regeneration nach ästhetisch-plastischen Operationen“ und BI14 „Hämatom“ bzw. BI15 „Ödem“ – jeweils 0,999 bzw. 0,972, was zeigt, dass diese BIs überwiegend in gleichen Kliniken durchgeführt wurden.

 

Eine niedrige Anwendungsfrequenz bei einer hohen EZ bei BI11 “Hypertrophe Narben“ (40%, EZ – 60%), BI12 „Atrophische Narben“ (27,5%, EZ – 70,00%) und BI13 „Keloide“ (25%, EZ – 55,56%) lässt sich dadurch erklären, dass solche Behandlungen eher seltener in dermatologisch-ästhetischen Kliniken durchgeführt werden. Obwohl die Anwendungsfrequenz der BI11 „Hypertrophe Narben“ und B12 „Atrophische Narben“ (r = 0,952) sowie BI10 „Vorbeugung der Narbenbildung“ und BI11 „Hypertrophe Narben“ (r = 0,968) stark korrelierten, gab es keine signifikante Korrelation zwischen BI11 „Hypertrophe Narben“ und BI13 „Keloide“. Bei hypertrophen und atrophischen Narben sollte berücksichtigt werden, dass die Endergebnisse erst nach mindestens 4-6 Monate nach Behandlungsende endgültig beurteilt werden können. Die meisten Bewertungen der Ärzte beziehen sich allerdings auf die Ergebnisse, die am Ende der Behandlungsserie beobachtet wurden, weil die Patienten bei zufriedenstellenden Ergebnissen eher selten zu den späteren Follow-up Kontrollen erscheinen. Der etwas niedrigere EZ-Wert bei Keloiden hat damit zu tun, dass die triple LDM® Technologie bei langfristig bestehenden Keloiden lediglich als eine supportive Behandlungsmethode eingesetzt werden kann. Jedoch kann diese Technologie erfolgreich benutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit des Rezidivierens nach chirurgischer Entfernung solcher Narben zu reduzieren, wenn die daraus resultierenden frischen Wunden zeitnah mit dieser Methode behandelt werden.

 

Die Situation mit der Behandlung von Wunden ist ähnlich. BI16 „Brandwunden“ mit ihrer eher geringer Anwendungsfrequenz von 27,50%, sowie BI17 “Chronischen Wunden“ (20,00%) werden nicht so häufig in dermatologisch-ästhetischen Kliniken behandelt. Andererseits zeigen die Anwendungsfrequenzen dieser beiden BIs eine starke Korrelation mit r = 0,952. Die hohen EZ-Werte von 66,67% (bei BI16) und 77,78% (bei BI17) deuten darauf hin, dass die Aufnahme solcher Behandlungen ins Behandlungsangebot zu einer weiteren Steigerung der Kunden-/Patientenzufriedenheit bei behandelnden dermatologisch-ästhetischen Kliniken führen könnte.

Behandlung der Komplikationen nach Anwendung von Fillern (HA, PLA, CaHA, sowie bei Präparaten der unklaren Ätiologie) wurden lediglich bei 37,5% von beteiligten Kliniken oft oder sehr oft verwendet. Jedoch fielen die EZs von Ärzten bei Korrekturen von HA-Fillern (EZ – 87,50%), PLA-Fillern (EZ – 85,71%), CaHA-Fillern (EZ – 60,00%) und bei Anwendung von Präparaten unklarer Ätiologie (EZ – 62,50%) recht hoch aus. Es muss dabei berücksichtigt werden, dass die Anzahl solcher Komplikationen nach COVID-19 stark angestiegen ist und ständig weiterwächst. Eine effektive regenerative Behandlungsmethode mit einer hohen EZ kann die Situation erheblich verbessern und große Vorteile sowohl für die Kunden als auch für die behandelnden Kliniken bringen.

 

Behandlungsergebnisse bei ästhetischen BIs wie BI18 „Anti-Aging/Skin Tightening“ und BI19 „Cellulite“ bedürfen einer zusätzlichen Analyse. Anti-Aging /Skin Tightening Behandlungen wurden bei 65% der befragten Kliniken oft oder sehr oft eingesetzt und haben eine EZ von 66,67% gezeigt. Das hat einerseits damit zu tun, dass alle beteiligten Kliniken mit mehreren alternativen Behandlungsmethoden für diese BIs arbeiten, die oft auch mit wenigen Sitzungen ähnliche Behandlungsergebnisse versprechen. Es darf aber dabei nicht vergessen werden, dass diese alternativen Behandlungenmethoden (besonders bei Skin Tightening-Anwendungen) oft durch verschiedene Hautverletzungen ihre Wirkungen erzielen, was kontrovers zum aktuellen regenerativen Trend „Skin Longevity“ ist [3]. Die Ergebnisse bei Anti-Aging und Skin Tightening Behandlungen mit triple LDM® Technologie demonstrieren jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Methoden eine für ästhetische Indikationen ungewöhnlich langfristige Wirkung, welche bei Follow-up Kontrollen über 12 Monaten nachgewiesen wurde [14,15]. Dies hat mit einem besonderen Wirkmechanismus dieser Methode zu tun, die in [14] beschrieben wurde. Während eine starke Hautbildverbesserung mit dieser regenerativen Technologie bereits nach 6-8 Behandlungen deutlich erkennbar ist, halten die erzielten Ergebnisse nicht nur, sondern verbessern sich im Laufe der Zeit bis zu einem Jahr nach der Behandlungsende sogar weiter. Das bedeutet, dass eine vollumfängliche aussagekräftige Bewertung der Ergebnisse für BI18 „Anti-Aging/Skin Tightening“ nur dann möglich ist, wenn die Patienten zu späteren Follow-up Kontrollen erscheinen.

Abb.3. Zusammenfassung der Umfrageergebnisse nach Ergebniszufriedenheit (s. Tabelle 3).

Die Anwendungsfrequenz der triple LDM® Technologie bei Cellulite lag bei einem eher niedrigen Wert von 25% mit einer EZ von 57,14%. Das zeigt eine große Diskrepanz zu den Ergebnissen der vor kurzem durchgeführten klinischen Studie [14], bei welcher eine stark signifikante Verbesserung der Cellulite nach Behandlungsende und während der langfristigen Follow-up Kontrollen mittels Sonoelastographie demonstriert wurde. Die Patienten in dieser Studie wurden zusätzlich gebeten, ihre Zufriedenheit mit Behandlungsergebnissen nach der 10-stufigen GAIS-Skala zu bewerten (0 – völlig unzufrieden; 10 – maximal zufrieden). Diese Bewertung basierte auf Follow-up Ergebnissen und lag bei 8.95±1.49. Die meisten Probleme bei Cellulite-Behandlung liegen allerdings darin, dass sowohl die Patienten als auch die Ärzte in der Regel bereits viele verschiedene Behandlungsmethoden mit mäßigen und kurzzeitigen Ergebnissen ausprobiert haben und deshalb zunächst eher skeptisch jeder neuen Behandlungsmethode gegenüberstehen.

 

Zusammenfassung

Von insgesamt 19 Behandlungsindikationen, die angefragt wurden, benutzte jede Klinik durchschnittlich 9 Indikationen oft oder sehr oft, wobei 6 Indikationen pro Klinik nicht verwendet wurden. Insgesamt wurden 56,5% von bewerteten Behandlungsindikationen mit einer Ergebniszufriedenheit über 75%, und 17,4% sogar mit einer Ergebniszufriedenheit über 90% bewertet. Diese Zahlen bestätigen, dass die triple LDM® Technologie eine effektive Anwendung für eine breite Reihe von Behandlungsindikationen in dermatologisch-ästhetischen Kliniken hat, und dass diese Behandlungen eine hohe bis sehr hohe Ergebniszufriedenheit bei behandelten Ärzten finden.

 

Korrespondenz-Adresse

Dr. rer. nat. habil. Ilja L. Kruglikov
Wellcomet GmbH, Karlsruhe
Am Mantel 4A
DE-76646 Bruchsal
i.kruglikov@wellcomet.de

Conflict of Interests

Dr. I. Kruglikov ist der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Wellcomet GmbH. Wellcomet GmbH hat die Vorbereitung von diesem Artikel nicht beeinflusst.

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