Übersichtsarbeit


Sichere und effektive Phenol-Peelings: Die Essenz aus 25 Jahren Praxiserfahrung

Safe and effective phenol peels: the essence of 25 years of practical experience

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Schlüsselworte

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Summary

Phenol peeling is one of the most effective corrective and reconstructive procedures for treating severe actinic skin damage, deep wrinkles and advanced loss of skin elasticity. However, due to its high penetration depth and potential systemic effects, it requires careful patient selection, standardised preparation and structured perioperative management. Patients with fair skin, rather ‘oily’ and thick skin and pronounced photoaging are particularly suitable, while darker skin types and thin or dry skin have a significantly increased risk of complications. Safe implementation involves controlled, zone-based application under continuous cardiac monitoring and in the presence of an anaesthetist. Close follow-up treatment is also crucial to support re-epithelialisation and minimise pigmentary complications. Despite the risk profile, phenol peels offer above-average effective and sustainable aesthetic and functional results when used professionally, and thus remain an indispensable tool in dermatological and aesthetic plastic surgery practices.

Zusammenfassung

Das Phenol-Peeling zählt zu den effektivsten korrigierenden und rekonstruktiven Verfahren zur Behandlung ausgeprägter aktinischer Hautschäden, tiefer Falten und dem fortgeschrittenen Verlust der Hautelastizität. Aufgrund seiner hohen Eindringtiefe und potenziellen systemischen Wirkungen erfordert es jedoch eine sorgfältige Patientenselektion, eine standardisierte Vorbereitung sowie ein strukturiertes perioperatives Management. Besonders geeignet sind Patienten mit hellem Hauttyp, eher «fettiger» und dicker Haut und stark ausgeprägter Lichtalterung, während dunklere Hauttypen sowie dünne oder trockene Haut ein deutlich erhöhtes Komplikationsrisiko aufweisen. Die sichere Durchführung umfasst eine kontrollierte, zonenbasierte Applikation unter kontinuierlicher kardialer Überwachung und in Anwesenheit eines Anästhesisten. Ebenso entscheidend ist eine engmaschige Nachbehandlung, die die Reepithelisierung unterstützt und pigmentäre Komplikationen minimiert. Trotz des Risikoprofils bietet das Phenol-Peeling bei fachgerechter Anwendung überdurchschnittlich effektive und nachhaltige ästhetische und funktionelle Ergebnisse und bleibt damit ein unverzichtbares Instrument in der dermatologischen und ästhetisch-plastischen Praxis.Das Phenol-Peeling zählt zu den effektivsten korrigierenden und rekonstruktiven Verfahren zur Behandlung ausgeprägter aktinischer Hautschäden, tiefer Falten und dem fortgeschrittenen Verlust der Hautelastizität. Aufgrund seiner hohen Eindringtiefe und potenziellen systemischen Wirkungen erfordert es jedoch eine sorgfältige Patientenselektion, eine standardisierte Vorbereitung sowie ein strukturiertes perioperatives Management. Besonders geeignet sind Patienten mit hellem Hauttyp, eher «fettiger» und dicker Haut und stark ausgeprägter Lichtalterung, während dunklere Hauttypen sowie dünne oder trockene Haut ein deutlich erhöhtes Komplikationsrisiko aufweisen. Die sichere Durchführung umfasst eine kontrollierte, zonenbasierte Applikation unter kontinuierlicher kardialer Überwachung und in Anwesenheit eines Anästhesisten. Ebenso entscheidend ist eine engmaschige Nachbehandlung, die die Reepithelisierung unterstützt und pigmentäre Komplikationen minimiert. Trotz des Risikoprofils bietet das Phenol-Peeling bei fachgerechter Anwendung überdurchschnittlich effektive und nachhaltige ästhetische und funktionelle Ergebnisse und bleibt damit ein unverzichtbares Instrument in der dermatologischen und ästhetisch-plastischen Praxis.


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Korrespondenz-Adresse

Dr. Dr. Frank Muggenthaler
Praxis für Ästhetische Gesichtschirurgie
Blumenrain 12
CH-4051 Basel
www.muggenthaler.com

Conflict of Interests

Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

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6. Muggenthaler F. Optimierung der Nachbehandlung von Phenol-Peelings durch die Anwendung einer Bismut-Gallat-Blutplasma-Maske. Journal für Ästhetische Chirurgie. 2019.
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